Kirche

Krunkel und der Ortsteil Epgert haben kirchengeschichtlich gesehen unterschiedliche Wurzeln.

Während Epgert der Pfarrgemeinde Peterslahr und somit der Filialkirche St. Josef in Obersteinebach zugehörig ist, verfügt Krunkel, dass zur Pfarrgemeinde Horhausen zählt, über eine eigene Kirche.

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Krunkel

Die katholische Herz-Jesu-Kirche kennzeichnet mit ihrer prägnanten Silhouette das Bild der Ortgemeinde Krunkel.

Ausschlaggebend für den Bau dieser Kirche war der Platzmangel in der 1910 erbauten Herz-Jesu-Kapelle. Ende der 50iger Jahre erwog man zunächst eine Erweiterung dieser Kapelle. Aufgrund der schlechten Bausubstanz entschied man sich jedoch schließlich für einen Neubau, zu dem der Kirchenvorstand am 30.04.1961 seine Zustimmung gab. Der neue Bauplatz lag in unmittelbarer Nähe des alten Standortes. Am 01.07.1962 erfolgte die Grundsteinlegung und nach zweijähriger Bauzeit fand am 14.06.1964 die feierliche Einweihung statt. Vorgenommen wurde diesedurch Herrn Kardinal Dr. Josef Höffner(* 24. Dezember1906 in Horhausen), der zu dieser Zeit noch Bischof von Münster war. Laut Abschlussrechnung vom 20.12.1965 lagen die Baukosten für die Kirche bei 194.373,01 DM.

Auffallend ist die Konstruktion des freistehenden, sich nach oben verjüngenden Glockenturms. Betritt man die Herz-Jesu-Kirche, prägt das durch die 19 Bleiglasfenster einfallende Licht den Innenraum. Gefertigt wurden diese nach den Entwürfen des Trierer Kunstmalers Jakob Schwarzkopf. Sehenswert sind die Mathias Darstellung und die Herz-Jesu-Darstellung im Chorraum. In dessen Mittelpunkt steht ein Steinaltar, der aus der Kunstwerkstatt Maria Laach stammt. Den Tabernakel stiftete der damaligen Pastor Richard Rullof. Die Inneneinrichtung, 20 Bänke, Kommunionbank, Empore, Altarleuchter und Beichtstuhl wurden von einheimischen Firmen gefertigt.

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Epgert

Im Winter des Jahres 1925/1926 gründeten die Einwohner des Nachbarorts Obersteinebach einen Kapellenbauverein, der im April 1926 beim bischöflichen Generalvikariat den Antrag auf Baugenehmigung der heutigen St. Josefkapelle stellte. Nachdem der dazu benötigte Bauplatz von Fräulein Helene Grendel gestiftet wurde fand am 15.05.1927 die Grundsteinlegung und am 14.10.1928 die kirchliche Weihe der Kapelle durch Pfarrer Peter Henrichs statt. Das Allerheiligste konnte am 27.05.1929 von Peterslahr nach Obersteinebach überführt werden.

Am 24.10.1929 wurden der Opferkelch (Stiftung der Familie Schug) und die Monstranz ihrer Bestimmung übergeben. Am 16.03.1930 wurde die von Peter Klein gestiftete Orgel geweiht. In den darauf folgenden Jahren wurde die St. Josefkapelle mehrfach verschönert und renoviert. Die traditionelle Wallfahrt, die ursprünglich am Josefstag,am 19. März stattfand, wird heute an jedem ersten Sonntag im Mai durchgeführt.

Quellensammlung: Hubert Oswald, Berhard Leidig