14 Mai 2018

46. Treffpunkt Erzählcafe

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Zum heutigen Treffen hieß Ingrid Schmitt die Besucher im kleinen Kreis  willkommen und der Wonnemonat Mai wurde mit dem Lied: "Der Mai ist gekommen" begrüßt.

Das Thema des Nachmittags lautete: Wer kennt die Bauernregeln und wie steht es um die Eisheiligen. Doch vorher ließen sich die Gäste Kaffee und Kuchen munden.

Die Eisheiligen sind in der Zeit vom 11.-15. Mai zu erwarten. In unserer Region heißen sie Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie. Um Mitte Mai ist daher mit Kälte und Nachtfrostgefahr zu rechnen und mit dem Auspflanzen von Sommerblumen und der Aussaat von Sämereien sollte man besser noch warten. Doch ein Temperatursturz tritt auch häufig um den 20. Mai auf. 

Stimmen etwa die Eisheiligen heute nicht mehr?

Des Rätsels Lösung findet sich in unserem Kalendersystem: 1582 hat Papst Gregor der VIII. eine Kalenderreform veranlasst, wodurch die Unterschiede zum Julianischen Kalender zum Sonnenjahr weitgehend korrigiert wurden. Der Tag der "Kalten Sophie" (15. Mai) lag vor der Reform auf dem Tag der heute dem 22. Mai entspricht. Daher ist mit den Eisheiligen auch noch vom 18.-22. Mai zu rechnen.

Viele Bauernregeln waren den meisten wohlbekannt, so z.B. 

• Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist.

• Mai kühl und nass, füllt dem Bauern Scheun und Fass.

• Mai Regen bringt Segen.

• Im Mai ein warmer Regen, bedeutet Früchtesegen.

• Die erste Liebe und der Mai gehen selten ohne Frost vorbei.

Margret Wolter las die Geschichte vom "Sprung in der Schüssel" vor. 
Eine alte Frau holte mit zwei großen Schüsseln, die an einer Stange hingen und die sie quer über ihren Schultern trug, Wasser aus einem Brunnen. Eine der Schüsseln hatte einen Sprung und so kam es, dass diese nach der langen Wanderung zu ihrem Haus nur halb voll war und die andere Schüssel die volle Portion fasste. Darüber war die Schüssel mit dem Sprung sehr traurig. Doch die alte Frau konnte sie trösten: Auf einer Seite des Pfades hatte sie Blumensamen ausgelegt und so tropfte auf dem Heimweg aus der Schüssel das Wasser und benetzte so den Samen und es erblühten wunderschöne Blumen.

Was lehrt uns diese Geschichte? Sind es bei uns Menschen nicht gerade die Macken und Sprünge, die das Leben so interessant und lebenswert machen. 

Zum Ausklang des Nachmittags sangen alle „Komm lieber Mai und mache“  

Der nächste Treffpunkt Erzählcafé findet am 11. Juni 2018 statt.  

 

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